BLOG

Jetzt bei YouTube: PanamaPapers – im Schattenreich der Offshorefirmen

Die unvorstellbare Menge von 11,5 Millionen Dokumenten beschreibt das bislang größte Datenleck in seiner Dimension – aber macht noch lange keinen Film. Die Daten der Rechtsanwaltskanzlei Mossack Fonseca in Panama, die das Internationale Konsortium investigativer Journalisten (ICIJ) und die Süddeutsche Zeitung mit ihren Partnern wie NDR und WDR geteilt haben, erfordern eine langwierige Suche nach Personen und Firmennamen, nach Kontoverbindungen und Vermittlern. Denn, wer bei Mossack Fonseca eine Briefkastenfirma gründet, will sein Vermögen oder sein Geschäft meist verstecken – vor dem Fiskus, vor der Ermittlungsbehörden, vor den Geheimdiensten.

Das Team von NDR und WDR macht sich auf diese Suche und findet die Namen zahlreicher Politiker, Drogenschmuggler und Krimineller auf der ganzen Welt. Die Recherchen führen Reporter Christoph Lütgert von Deutschland über Russland und Island bis nach Afrika und schließlich nach Panama City, bis zu der Firma, die das System der Geldverstecke ermöglicht: Mossack Fonseca. Es ist eine Konfrontation mit denen, die Briefkastenfirmen nutzen und die von diesem Geschäft profitieren. Eine Spur führt über einen Musiker offenbar zu Wladimir Putins innerstem Zirkel – und zu Hunderten Millionen US-Dollar. Andere Daten bringen ans Licht, dass der mittlerweile zurückgetretene Premierminister von Island heimlich Offshore-Firmen genutzt hat. Das Leak offenbart, wie das bettelarme Guinea von korrupten Eliten und skrupellosen Unternehmen ausgebeutet wurde.

In einem sehr großen Team durfte ich als Autor, Kameramann und Bindeglied zur Grafik meinen Teil zu diesem großartigen Projekt beitragen.